Tuesday, 24 May 2011

Contournement Bascharage: Irrweg mit neuen Problemen!

Wir sind ohne Wenn und Aber gegen den Bau des “Contournement Bascharage” durch das Naherholungsgebiet auf “Märzbierg” und auf “Héierchen”!

Und zwar weil dieses Gebiet eines der letzten großen Naturgebiete ist, die grüne Lunge und Naherholungszone für die Menschen aus Sassenheim und deshalb von unschätzbarem Wert. Warum hatte der Bürgermeister in der Informationsversammlung behauptet, die “Südtrasse” sei abzulehnen weil sie eine “Ausdehnung” (Zitat) der Ortschaft Sanem verhindern würde? Gibt es etwa dort bereits ein Baulandprojekt? Sieht Herr Engel denn nicht ein, dass er mit dieser Aussage das wertvollste Argument zur Erhaltung der Grünzone “Märzbierg” und “Héierchen” selber demontiert?

Mit der Befürwortung der “Alternativtrasse” auf Bascharager Gebiet reduzieren LSAP und Déi Gréng die Debatte letztendlich auf die Frage, ob die Sassenheimer oder die Bascharager EinwohnerInneneine Straße vor die Nase gebaut bekommen.

Wir betrachten die Umgehungsstraße generell als kontraproduktiv:

Die Umgehungsstraße wurde bereits vor 40 Jahren geplant, wie während der Informationsversammlung in Sanem nachgewiesen wurde . Sie entspricht nicht mehr den heutigen Auffassungen zur Landesplanung!

Die Umgehungsstraße würde neuen Verkehr aus der ganzen Region anziehen und den Rückstau nur verlagern: nach Sanem und weiterhin in die Durchfahrten von Dippach, Bartringen und Merl, denn der Contournement soll hinter der Luxguard enden.

Die Umgehungsstraße würde auch die Ortsdurchfahrt in Bascharage nicht wirklich entlasten, denn diese würde auch weiterhin von den Cactus-Kunden, vom Tankstellenverkehr, von großen Transportunternehmen und anderen Betrieben (mit hunderten Bussen und LKW’s) sowie vom Lokalverkehr in Anspruch genommen werden. Sowohl die Gemeinde Bascharage als auch die Regierung haben planlos Industrie- und Gewerbezonen angelegt, ohne sich um die Verkehrsproblematik zu kümmern.

Die baldige Fertigstellung der Zweigleisigkeit und die Einführung des Halbstundentakts auf der Eisenbahnstrecke (Frankreich/Belgien) – Petingen – Dippach – Luxemburg kann einen Großteil des Pendlerverkehrs aus den Straßen nehmen. Dazu bedarf es aber nicht nur einer grenzüberschreitenden günstigen Tarifpolitik bei den öffentlichen Transportmitteln, sondern auch zusätzlicher neuer P&R-Kapazitäten vor und hinter der Grenze. Die stetigen Wahlversprechen und Absichtserklärungen reichen nicht aus! Die Regierung und die betroffenen Gemeinden sollen sich zuerst einmal interregional für diese einfachen Lösungen einsetzen, anstatt neue nationale Straßen zu bauen.

dépliant contournement Bascharage_mai 2011

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